Bildungscampus Süd

Widumer-Tor-Projekt aufgeschoben - aber nicht aufgehoben

Castrop. - Weil die Stadt eine Extra-Kita braucht und sie mit Pavillons am Rathaus aufbaut, fehlt Geld für anderes. Unter anderem den Bildungscampus. Und nun? Er komme, heißt es - nur später.

Bildungscampus Süd ist das Stichwort für eine große Investition im Herzen der Altstadt, bei der die Stadtverwaltung ganz neue Wege gehen will: Sie will zusammen mit einem privaten Investor - in diesem Fall ist es mit der katholischen Kirche wirtschaftlich gesehen ein privater - bauen und dabei zusammen mit den Gemeinden des Pastoralverbundes Castrop-Rauxel Süd 10 Millionen Euro in die Hand nehmen. Inklusive öffentlichen Fördergeldern, die als Mittel schon längst zugesagt sind.

Etat musste angepasst werden

Doch weil die Stadt nun plötzlich Geld für eine andere Investition dringender braucht, hieß es in der vergangenen Woche aus der Verwaltung: Die 94.000 Euro, die bisher im städtischen Haushalt 2018 für das Widumer-Tor-Projekt (WTP) veranschlagt waren, werden aus dem Etatposten herausgenommen und verschoben, um die Kita-Pavillons noch in diesem Sommer anzuschaffen und dann am Fuße des Rathauses aufzustellen - als einer von mehreren Posten.

Ist das also das Aus des Projektes Bildungscampus Süd, über das in den vergangenen Monaten hinter den Kulissen zwischen Stadtverwaltung und Kirchenvorstand viel diskutiert worden sein soll? Nein, sagt Bürgermeister Rajk Kravanja: "Das Projekt", sagte er auf Anfrage unserer Redaktion, "wird nicht aufgegeben." Im Gegenteil: Der Bewilligungsbescheid für Fördermittel sei just in der vergangenen Woche bei der Stadtverwaltung eingegangen. "Der Förderzeitraum ist auf den 31.12.2019 geschoben worden", so Kravanja weiter. Bedeutet: Bis zum Baustart, der eigentlich 2018 hätte erfolgen müssen, kann jetzt noch etwas mehr Zeit vergehen.

"Der Bildungscampus wird kommen"

Das Projekt werde definitiv weiter betrieben - oder wie Kravanja wörtlich sagt: "Der Bildungscampus wird kommen." Auch mit der Kirchengemeinde, die mit der Stadt in vertraglichen Verhandlungen zum Teil anderer Ansicht über die Nutzungsdauer für städtische Einrichtungen im geplanten Gebäudekomplex gewesen sein soll, sei inzwischen "alles geklärt".

Zwischen Adalbert-Stifter-Gymnasium und Widumer Straße soll bis 2020 Großes entstehen: Hinter dem recht neu erbauten Rochus-Kindergarten soll das Marcel-Callo-Haus abgerissen und dann ein neues Zentrum mit Innenhof und Foyer erbaut werden. Es soll das 6000-Quadratmeter-Gelände zwischen Widumer-, Löns-, Leonhard- und Schillerstraße umfassen und für alle Menschen offen sein: intergenerativ und multikulturell. Neben der bereits eräffneten Kita, einem neuen Jugend- und Gemeindezentrum soll unter anderem die Volkshochschule dort Räume erhalten.

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