Eichenprozessionsspinner

Schädlinge: Stadt bekämpft giftige Raupen vor allen Dingen auf Spielplätzen

Eine kleine Raupe bereitet gerade wieder viel Ärger. Der Eichenprozessionsspinner befällt Eichen. Seine Härchen sind giftig und können bei Menschen zu bösen allergischen Reaktionen führen.

Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen kontrolliert aktuell die Bestände an Eichen, die in den letzten Jahren vom Eichenprozessionsspinner befallen waren. Besonders Bäume, in deren Nähe sich viele Menschen aufhalten, wie beispielswiese auf Schulhöfen oder Spielplätzen, stehen im Fokus. Denn ihre Flimmerhärchen sind giftig und können bei Kontakt heftige allergische Reaktionen auslösen.

"Der Eichenprozessionsspinner durchläuft fünf Larvenstadien", so Patrick Sonnenburg, ein Schädlingsbekämpfer aus dem münsterländischen Südkirchen. Im dritten Stadium entwickelten sich dann die Härchen. Und eben jene Härchen sind es, die die Raupe so unangenehm für den Menschen machen. Sie reizen nämlich die Haut und die Atemwege des Menschen und können zu Hautreaktionen und auch ernsthaften Atemwegsproblemen führen. Der Eichenprozessionsspinner kommt in mehreren Bundesländern vor, ist aber in NRW, Bayern und Berlin am meisten verbreitet.

Gerade Spielplätze werden untersucht

Eine Fachfirma sollte im Auftrag des Grünflächenamtes der Stadt Castrop-Rauxel am Freitag bei punktuell aufgetretenen Nestern auf dem Spielplatz Grutholz und am Spielplatz Vinckestraße aktiv werden. Untersuchungen gibt es laut Stadtverwaltung auch im Bereich Rapensweg. Die Bekämpfung erfolgt hier mittels Absaugmethode.

Der Schädlingsbekämpfer Patrick Sonnenburg glaubt, dass in diesem Jahr die Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner noch größer werden. "Ich gehe davon aus, dass es dieses Jahr noch schlimmer wird", sagt Sonnenburg, "weil es im vergangenen Jahr so warm war." Das seien ideale Bedingungen für die Eiablage der Falter. Die Eier des Falters überwintern in den Bäumen und im Frühling werden daraus dann die Raupen. Wenn sich die Schädlinge dann noch weiter entwickelt haben, hilft nur noch das Absaugen der Nester.

Absperrungen und Hinweisschilder aufgestellt

Aktuell ist der Befall grundsätzlich als eher sporadisch einzuschätzen. Da nach der Auswertung der Befalls-Zahlen von 2018 wenigstens 40 Prozent der Eichen in Castrop-Rauxel befallen waren und sich in Relation zum Vorjahr die Befalls-Dichte je Baum erhöht hat, wird der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr mit einem Bazillus-thuringiensis-Präparat sowie per Absaugung durch eine Spezialfirma bekämpft. Zudem werden Absperrungen und Hinweisschilder aufgestellt.

Über den Befall weiterer Baumarten wie Hainbuchen oder Ahorn im aktuellen Jahr kann vorerst nur spekuliert werden.

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