Einwohnerzahlen

Was uns die Castrop-Rauxeler Einwohnerstatistik für 2018 verrät

2017 glättete sich die Einwohnerzahl noch durch Zuzüge. 2018 sieht das anders aus. Die zentralen Zahlen und Fakten aus der Castrop-Rauxeler Bevölkerungsstatistik des Jahres 2018.

2017 hielt sich die Einwohnerzahl stabil - dank vieler Zuzüge. 2018 allerdings sank die Einwohnerzahl, trotz mehr Geburten im St.-Rochus-Hospital. Das sind neun Fakten und weitere Details zur aktuellen Statistik.

1. Einwohner eingebüßt

Laut Statistik wohnten 2018 450 weniger Menschen in unserer Stadt, als im Jahr zuvor. Nach einem kurzen Aufschwung 2016 geht es jetzt wieder bergab - aber nur leicht. Zur Grafik (unten): Die amtlich relevanten Zahlen erhebt IT.NRW. Die Statistik-Behörde des Landes Nordrhein-Westfalen bezieht sich dabei auf die Zahlen, die aus dem Zensus 2011 hervorgehen - also die letzte durchgeführte Volkszählung. Die Stadt hingegen schreibt in ihrer eigenen Statistik ihre eigenen Zahlen fort: Das geschieht über die Geburten- und Sterbefälle eines jeden Jahres sowie die Zu- und Fortzüge. Zum Zensus gibt es dabei statistische Abweichungen. In dieser Faktenaufzählung beziehen wir uns auf die Zahlen der Stadtverwaltung. Zum Vergleich bezieht sich die amtliche Einwohnerzahl auf die Daten des Landes von IT.NRW.

2. Mehr Frauen als Männer

Das weibliche Geschlecht bleibt weiter in der Überzahl: 38.382 weibliche Einwohner stehen 36.962 Männern (und Jungen) gegenüber. Das Verhältnis war auch schon im vergangenen Jahr so. 2017 wohnten 38.650 Frauen (und Mädchen) in der Stadt und 37.148 Männer.

3. Wo die meisten Menschen leben

Der größte Stadtteil ist Ickern. Dort leben insgesamt 15.537 Menschen. Das entspricht 20,6 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt: Jeder fünfte Castrop-Rauxeler ist ein Ickerner. Und es sind 2018 auch mehr geworden - 46, um genau zu sein. Ickern ist übrigens auch flächenmäßig der größte Stadtteil von Castrop-Rauxel. Zum Vergleich: Im ländlichen Pöppinghausen wohnt etwa ein Prozent der Stadtbevölkerung. Die größte Veränderung zum Vorjahr gibt es in Bövinghausen, einem rein statistischen Bezirk, der nicht der Wahrnehmung vieler Menschen dort entspricht, weil sie sich zu Merklinde zugehörig empfinden. In diesem Teil Merklindes leben jedenfalls 98 Menschen weniger als 2017. In Frohlinde sind es 77 weniger, in Obercastrop 75 und in Habinghorst 53.

4. Mulitkulti in der Stadt

Castrop-Rauxel ist und bleibt eine internationale Stadt - ähnlich wie fast alle Städte des Ruhrgebiets. Wir können hier schon lange Multikulti. Mit 10,9 Prozent ist der Ausländeranteil im Vergleich zu 2017 (10,7 Prozent) ganz leicht gestiegen. Im Jahr 2000 lag er noch bei 7,7 Prozent.

Den höchsten Ausländeranteil hat übrigens der Stadtteil Deininghausen mit 20,7 Prozent. Habinghorst folgt darauf mit 17,2 Prozent. Menschen mit Migrationshintergrund, aber einem deutschen Pass, zählen nicht zur Gruppe der Ausländer.

5. Wer geht, wer kommt?

Zuzüge und Fortzüge halten sich die Waage: 3064 Menschen haben 2018 Castrop-Rauxel verlassen. 3016 sind nach Castrop-Rauxel gezogen.

6. Castrop-Rauxeler werden älter

Das Durchschnittsalter der Castrop-Rauxeler lag 2018 bei 45,1 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg (2017: 44,9 Jahre). 2000 lag das Durchschnittsalter bei 41,9 Jahren. Die Überalterung der Gesellschaft macht sich also auch hier deutlich bemerkbar. Und: Lag der Anteil der Über-80-Jährigen 2000 noch bei 3,8 Prozent, sind es 2018 6,9 Prozent. Die Castrop-Rauxeler leben länger.

7. Woran glauben die Castrop-Rauxeler?

Der Großteil unserer Stadtbevölkerung, also 37 Prozent, machen Menschen ohne Religion oder anderer Religionen aus. Auch Muslime sind viele darunter, wobei die Zahl der Muslime sich nicht so leicht erfassen lässt, da sie keine Kirchensteuerzahler sind. 2000 waren es nur 24 Prozent. Auffällig: Gab es im Jahr 2000 noch 41 Prozent katholischer Konfession, sind es 2018 nur noch 34. Evangelisch waren im Jahr 2000 35 Prozent der Castrop-Rauxeler, 2018 sind es 29 Prozent (wie auch 2017). Wer in Zeiten der Ökumene beide christlichen Konfessionen zusammenzählt, landet doch beim größten Bevölkerungsanteil: 64 Prozent, also zwei Drittel der Castrop-Rauxeler, sind Christen.

8. Mehr Kinder geboren

Mehr Kinder als im Jahr davor sind 2018 in Castrop-Rauxel geboren worden. Das heißt aber nicht, dass sie auch hier wohnen. Denn: Alle Kinder, die im St.-Rochus-Hospital zur Welt kommen, bekommen eine Geburtsurkunde aus Castrop-Rauxel. Egal ob ihre Eltern in Castrop, Bochum oder Herne leben. Laut Stadtstatistik sind das 856 Babys (2017: 840), Castrop-Rauxeler sind davon aber nur 648 (2017: 612).

9. Deutlich mehr Todesfälle als Geburten

Mit 1041 Sterbefällen sind 2018 17 Castrop-Rauxeler mehr gestorben als im Jahr 2017 (1024). Dem gegenüber stehen 648 geborene Neu-Castrop-Rauxeler (2017: 612). Der Saldo ist also deutlich negativ.

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