Geflüchtete Menschen ziehen nach Ickern

Unterkunft in der ehemaligen Harkortschule wird aufgehoben

Merklinde/Ickern - Was lange angekündigt ist und woran die Stadtverwaltung seit über einem Jahr arbeitet, wird nun vollzogen: Die Unterkunft für geflüchtete Menschen und Wohnungslose in der ehemaligen Friedrich-Harkort-Schule in Merklinde wird aufgehoben und zieht um in die ehemalige Grundschule an der Marienburger Straße und der auslaufenden Janusz-Korczak-Gesamtschule in Ickern. Bekannt ist das seit langem, jetzt steht der Termin fest.

Der Umzug der Geflüchteten von der ehemaligen Friedrich-Harkort-Schule steht kurz bevor. Am 27. Juni soll es nach Informationen unserer Redaktion soweit seit. Die Stadtverwaltung lädt dazu auf Handzetteln, die seit Mittwoch an die Anwohner in den Aapwiesen verteilt werden, zu einer Infoveranstaltung ein. Die findet am Donnerstag, 7. Juni, um 18.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule, Waldenburger Straße 130, statt.

An diesem Abend will die Stadt auch genauere Details bekanntgeben.

Übergabe an Sicherheitsdienst

Ab dem Umzugstag sollen täglich, auch am Wochenende, von 6 bis 20 Uhr Mitarbeiter der Stadt vor Ort sein. Dann soll es eine Übergabe an einen Sicherheitsdienst geben, der von 20 bis 6 Uhr also die Nachtschicht übernimmt. So ist rund um die Uhr jemand als Ansprechpartner sowohl für die Bewohner als auch die Anwohner vor Ort.

Auf dem Flugzettel informiert die Stadt die Anwohner noch nicht über viele Details zum Umzug. Es heißt, dass zu "einer weiteren Infoveranstaltung" eingeladen werde. "Der Pavillon", so das Anschreiben weiter, "sowie die ehemalige Grundschule wurden umgebaut, um diese künftig als Unterkunft für Menschen mit Fluchthintergrund nutzen zu können. Da sich die Situation insgesamt entspannt hat und die Zahlen der Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, deutlich zurückgegangen sind, mussten wir beide Gebäude bislang nicht als solche nutzen." Nun aber komme die Stadtverwaltung in die Situation, dass man es nutzen müsse für die Menschen, die bisher in der Harkortschule in Merklinde wohnten - etwa 50.

Schulgebäude wird benötigt

Der Schritt sei notwendig, "da wir die Schulgebäude in Merklinde für andere Nutzungen zwingend benötigen", so Bürgermeister Rajko Kravanja im von ihm unterschriebenen offenen Brief.

Fettgedruckt und unterstrichen folgte dann noch ein Appell des Ickerners: "Ich werbe um Ihre Unterstützung dafür, mir bei dieser wichtigen Aufgabe zur Seite zu stehen, ebenso wie bei allen anderen wichtigen Aufgaben, die mich als Bürgermeister dieser wunderschönen Stadt tagtäglich, montags bis sonntags, beschäftigen."

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