Geldregen vom Bund

Die Stadt kriegt 6,6 Millionen Euro für Straßen und Schulen

Castrop-Rauxel - Die Schulen und Straßen in der Stadt sind in großen Teilen marode. Da kommen die 6,6 Millionen Euro vom Bund gerade recht. Die Stadt will damit vor allen in Bildung investieren.

Schnell, unbürokratisch, wirkungsvoll: So soll die Umsetzung in NRW sein, sagt die Landesregierung. Über 1 Milliarde Euro aus dem Bundeshaushalt dürfen die Bezirksregierungen an die Städte, Gemeinden und Landkreise im Land verteilen - mit dem Hinweis darauf, dass die Städte selbst entscheiden und eigene Schwerpunkte setzen. 6,5 Millionen Euro fließen so nun nach Castrop-Rauxel, teilte die Bezirksregierung Münster am Mittwoch mit. Das Geld soll vorrangig dazu eingesetzt werden, um Investitionen für Infrastruktur und Bildungseinrichtungen zu finanzieren. Dann müssen Städte sich mit 10 Prozent Eigenanteil beteiligen und bekommen 90 Prozent aus diesem Topf.

Für die Stadt Castrop-Rauxel ist da ein anderer Fördertopf ein Segen, der mit diesem kombiniert werden kann: "Den zehnprozentigen Eigenanteil für die geplanten Maßnahmen aus KInvFöG II darf die Stadt mit Mitteln aus dem Programm ?Gute Schule 2020' finanzieren", heißt es auf Anfrage unserer Redaktion aus der Verwaltung. Das sei per Erlass des Innenministeriums NRW so geregelt, so Sprecherin Maresa Hilleringmann.

Renovierungsaktion am EBG

Seit Herbst läuft zum Beispiel schon eine "große Renovierungsaktion" am EBG: Die Fachräume, die Klassen- und Kursräume, die Flure werden gestrichen. Für Maler Abbas Msilekh, der solche Arbeiten als städtischer Angestellter für die Verwaltung erledigt, ist viel zu tun. "Wir freuen uns, dass uns die Stadtverwaltung Herrn Msilekh für eine umfangreiche Verschönerung der Schule geschickt hat", sagt Schulleiter Dr. Friedrich Mayer. Dabei geht es ums Äußere, um eine Verschönerung.

Bei den anderen Arbeiten stehe hingegen die Modernisierung im Fokus: In der Chemie gibt es ein neues Deckenliftsystem für Schülerversuche, moderne Unterrichtskonzepte seien dort wie in der Physik und der Biologie nun viel eher möglich. Die Stadt finanziert den Umbau der naturwissenschaftlichen Räume mit 250.000 Euro aus "Gute Schule 2020" und 130.000 Euro aus KInFöG II. Dazu komme in diesem Jahr noch die Sanierung von zwei Toilettenanlagen für 168.000 Euro.

Klassen ans Breitbandnetz

"Wir werden es bis zum Jahr 2021 schaffen, alle Toilettenanlagen aller Schulen auf einen anständigen Stand zu bringen", kündigte Kravanja Ende September in einer Ratssitzung an. "Klassenräume werden mit Sonnen- und Schallschutz ausgestattet. Wir werden schaffen, dass alle Schulen via Glasfaser ans Breitbandnetz angeschlossen werden und auch intern eine zeitgemäße digitale Infrastruktur bekommen."

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