Kalender

Die Nepalkids wollen mit der zwölften Auflage einen Krankenwagen finanzieren

Markus Wollner und seine Unterstützer wollen im Jubiläumsjahr 2019 ein neues Projekt stemmen. Der Jahreskalender ist der zwölfte in Serie und hilft bei der Finanzierung.

Markus Wollner und seine Frau Anette waren wieder vor Ort. Vor Ort in Nepal, auf dem Dach der Welt, um zu schauen, wie sich die fünf von den Nepalkids in den entlegenen Regionen gebauten Schulen entwickeln und wie die Fortschritte aussehen, seitdem das verheerende Erdbeben vor dreieinhalb Jahren der bitterarmen Bevölkerung ihr Dach über dem Kopf geraubt und ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht hatte. "Jetzt haben die Menschen dort wieder halbwegs feste Behausungen", sagt der Vater der Nepalkids im Gespräch mit unserer Redaktion.

Das sei das Positive, fügt der Habinghorster hinzu. Was sich dort politisch getan habe, stehe auf einem anderen Blatt. Vier Wochen im November nahmen sich Wollner und seine Frau Zeit - inklusive eines Abstechers zum Mount Everest. Und natürlich hat er auch wieder viel fotografiert, Motive gesammelt für weitere Jahreskalender der Nepalkids, von denen vor einigen Wochen die zwölfte Fassung erschienen ist. "Ein wichtiger Baustein für uns, damit die Hilfe zur Selbsthilfe weiterlaufen kann", sagt der 56-Jährige.

Nepalkids gibt's seit 15 Jahren

Im kommenden Jahr steht ein Jubiläum an. Dann werden es 15 Jahre, dass Wollner und seine Unterstützer ihre Idee der unbürokratischen Hilfe vor Ort umgesetzt haben. Kindern und besonders den benachteiligten Mädchen eine Perspektive zu geben und in Schulen Bildung zu vermitteln, war von Anfang an ihr Credo. "Aber immer als Anschub gedacht", sagt Wollner. Als Grundstock, damit die Menschen dort Projekte und ihren Fortschritt in die eigene Hand nehmen.

Die Schule in Irkhu etwa wird aufgestockt, da werden noch zwei Klassenräume oben auf das jetzt noch einstöckige Gebäude drauf gepackt. Oder die große Schule in Kadambas, die das Erdbeben völlig zerstört hatte - auch sie ist wieder aufgebaut.

Neues Projekt fürs Jubiläum

Nachzulesen sind die guten Nachrichten im Newsletter der Nepalkids. Fürs Jubiläumsjahr haben sich die Nepalkids ein neues Projekt vor die Brust genommen. Schon vor Jahren, berichtet Wollner, sei die Bitte nach einem Krankenwagen an sie herangetragen worden. "Wir packen das jetzt an, es passt zusammen", erklärt er.

Bei den häuslichen Geburten gebe es eine hohe Säuglingssterblichkeit und auch für die Mütter bestehe ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Und ein Allradfahrzeug müsse es sein, Kostenpunkt um die 30.000 Euro. Im Moment müssten die zuständigen Stellen die weiteren Details für die Einsatzbereitschaft des Fahrzeugs und das Personal sicherstellen. "Es sind ja auch unsere zukünftigen Schüler, die wir retten", sagt Wollner.

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