Nachbarschaftspreis

Das Ickerner Bürgerpicknick ist der bundesweite Publikumsliebling

Ickern - Das Bürgerpicknick von "Mein Ickern" gewinnt die Abstimmung des Nachbarschaftspreises. Zur Preisverleihung fährt der Vereinsvorstand nach Berlin und will dort über ein Problem diskutieren.

Der Bürgerverein "Mein Ickern" hat die mit 5000 Euro dotierte Online-Abstimmung des Deutschen Nachbarschaftspreises mit 2512 Stimmen für sich entschieden. Das verkündete die nebenan.de-Stiftung am Dienstag.

"Ich bin ein bisschen überfallen"

"Ich bedanke mich im Namen des Vorstands bei allen, die ihre Stimme für uns abgegeben haben", schreibt Vereinsvorsitzender Marc Frese. "Es freut uns sehr und ist sehr motivierend, dass so viele Menschen unsere Arbeit schätzen und uns unterstützen." Die Nachricht vom Sieg habe ihn zuerst über Bekannte erreicht, die aus dem Radio davon erfahren hätten, erzählt Frese. Dann habe er auch die finalen Stimmzahlen auf der Homepage der Stiftung gesehen. Die waren in der Schlussphase vor Ende der Abstimmung vergangenen Mittwoch verborgen worden.

"Ich bin ein bisschen überfallen, dass das wirklich funktioniert hat", sagt Frese. Zwar hatte das Ickerner Projekt nach den zuletzt bekannten Zahlen einen klaren Vorsprung, doch dann ist die Zahl der Gesamtstimmen noch einmal deutlich angestiegen: auf über 40.000 Stimmen.

Vereinsvorstand diskutiert in Berlin über Erfahrung bei Abstimmung

Auf dem zweiten Platz liegt nun 700 Stimmen hinter dem Bürgerpicknick ein Projekt aus Hamburg - einer Stadt, die eigentlich mehr Menschen mobilisieren könnte als der Castrop-Rauxeler Stadtteilverein. Entscheidend sei laut Frese wohl gewesen, dass der Verein sich "nicht nur auf Facebook verlassen" habe, sondern mithilfe vieler Ehrenamtlicher auf die Online-Abstimmung aufmerksam gemacht habe. In Absprache mit der Stiftung habe sich der Verein auch dafür eingesetzt, nicht online-affine Menschen einzubinden.

Über diese Möglichkeiten wolle Marc Frese auch auf dem Berliner Forum "Engagierte Nachbarschaft" am Donnerstag, 6. September, diskutieren. Dazu und zur Preisverleihung am Vortag lädt die Stiftung pro ausgezeichnetem Projekt je zwei Personen ein. Denn neben dem Bürgerpicknick, das den Publikumspreis erhält, zeichnet die Stiftung am Mittwoch, 5. September, auch die Landessieger und drei Bundessieger aus den 104 nominierten Projekten aus. Nach Berlin reist Frese mit seinem Vorstandskollegen Mario Pallasch. Gefeiert wird aber schon am Freitag, 31. August, beim diesjährigen Bürgerpicknick. Das sei der richtige Anlass, um Danke zu sagen.

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