Patientengespräch

Wie geht es mit der Dialyse in Castrop-Rauxel weiter?

Dialyse-Patienten in Castrop-Rauxel gucken zumeist weiter in die Röhre. Jetzt kommt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung am Donnerstag nach Castrop-Rauxel.

Wie geht es mit der Dialyse und den Patienten, die darauf angewiesen sind, in unserer Stadt weiter? Das ist eine der vielen Fragen, die am Donnerstag, 20. September, ab 19 Uhr im Konferenzraum des Hotels Raj Mahal am Europaplatz besprochen werden können. Auf Vermittlung der hiesigen CDU kommt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, MdB Dr. Ralf Brauksiepe, nach Castrop-Rauxel, um vor Ort die Patienten anzuhören.

Kein Angebot in Castrop-Rauxel

Laut Rechtsanwalt Dr. Oliver Lind habe sich der Dialysestreit leider in der Weise entwickelt, dass es in absehbarer Zukunft kein Dialyseangebot mehr in Castrop-Rauxel geben werde. Lind verweist in seinem Einladungsschreiben an den Bürgermeister und weitere Ratsmitglieder zu dieser Patientenanhörung darauf hin, dass die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Ansicht vertrete, der nephrologische Vertragsarztsitz sei durch das Verhalten von Wilfried Hetmanczyk untergegangen. Bei der KV heiße es, dass wohnortnahe Versorgung auch in Bochum, Herne oder Recklinghausen stattfinden könne.

Nur wenige Kassen zahlen

Lind sagt: "Ich erinnere daran, dass bis 2013 in Castrop-Rauxel über 100 Patienten dialysiert wurden, was sogar eine Sonderbedarfszulassung rechtfertigte." Die Patienten seien in der Regel multimorbid, hoch betagt und sollten zukünftig drei Mal in der Woche quer durchs Vest kutschieren, obwohl in Castrop-Rauxel zwei vollständig eingerichtete Dialysepraxen bestünden. Noch sei es so, dass in Castrop-Rauxel wenige Patienten dialysiert würden, weil einige Kassen wie etwa die Knappschaft die Kosten noch zahlen. Insgesamt aber machten die Kassen Druck. Die CDU Castrop-Rauxel und mit ihr deren Bauexperte Lind hatten in der Vergangenheit vergeblich darum geworben, dass sich der jetzige Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und vormalige Patientenbeauftragte der Causa annimmt.

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