Polizei ermittelt

Barzynskis Autoreifen in einer Woche zwei Mal zerstochen

Merklinde - Gleich zweimal innerhalb von sechs Tagen sind an Autos, die in der Straße In der Recke geparkt waren, Reifen zerstochen und Seitenspiegel beschädigt worden. Eine Leserin ärgert sich schwarz darüber und geht nun dagegen vor.

Den ersten Vandalismusschaden an ihrem Fahrzeug bemerkte Besitzerin Anni Barzynski am 8. Juni. "Das muss in der Nacht passiert sein", sagt sie. Ein Reifen an dem Toyota Aygo war zerstochen, ein Seitenspiegel zerstört. Der zweite Vorfall ereignete sich nicht einmal eine ganze Woche später - in der Nacht zum 14. Juni. Erneut wurde an ihrem Auto ein Reifen zerstochen. Diesmal traf es auch das Fahrzeug ihres Nachbarn: Bei ihm wurden gleich drei Reifen erstochen und ein Seitenspiegel zerstört.

"Einen Verdacht haben wir nicht"

Anni Barzynski und ihr Nachbar gingen zur Polizei und erstatteten Anzeige. "Gegen unbekannt natürlich, denn einen Verdacht haben wir nicht", sagt Barzynski. Feinde hätten sie und ihr Mann keine. Auch sei ihre Wohngegend ruhig. "Das ist das erste Mal, dass uns so etwas passiert." Streit unter den Nachbarn gebe es nicht, so Barzynski. "Das ist ärgerlich und teuer", sagt sie. Denn: Die Versicherung springt erst ab 300 Euro Schaden ein.

Der oder die Täter werden wahrscheinlich ungeschoren davonkommen. Denn sollten sich keine Verdachtsmomente ergeben oder Zeugen melden, die die Tat gesehen haben, werden die Ermittlungen eingestellt. "Wir suchen natürlich immer nach Ermittlungsansätzen", sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage der Redaktion. Wenn die Polizei nichts finde, leite man den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter. "Dort wird das noch einmal geprüft", so Hörst weiter.

Statistisch jeden Tag ein Fall von Beschädigungen an Kfz

Eine akute Welle von Vandalismus an Autos ist der Polizei nicht bekannt. Das mag auch an den allgemein hohen Fallzahlen liegen. 371 Fälle von Beschädigungen an Kraftfahrzeugen, so der Fachjargon, sind in Castrop-Rauxel im vergangenen Jahr zur Anzeige gebracht worden. "Darin enthalten sind alle Formen der Beschädigung. Von abgeknickten Antennen bis Lackkratzern", sagt Hörst.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. "Wenn Bürger etwas Verdächtiges sehen, sollten sie sich nicht scheuen, die 110 anzurufen", sagt Hörst. Gerade das Zerstechen eines Reifens sei eine Tat, die mit Aufwand verbunden ist. "Das macht man nicht im Vorbeigehen." Wer jetzt noch Hinweise hat: Tel. (0800) 2361111

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