Das steht in "Kultur und Heimat 68"

An diesem Buch kommen CAS-Liebhaber nicht vorbei

Castrop-Rauxel - Wer diese Stadt verstehen will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei: 700 Exemplare gibt es jetzt von "Kultur und Heimat", Ausgabe 68. Wir geben mit den Verantwortlichen einen akustischen Einblick: Herausgeber und Autoren erklären im Interview, was im neuen Heft steht und warum sie mitgewirkt haben.

Das Heft erscheint im 68. Jahrgang: Die neue Ausgabe von "Kultur und Heimat" ist jetzt erschienen und im Buchhandel zu kaufen. Thomas Jasper, der als Stadtarchivar auch beruflich eine Art Heimathistoriker ist, sagte am Mittwoch: "Das ist mit das umfangreichste Heft der vergangenen Jahre." Mit ihm warfen wir einen Blick ins 186 Seiten umfassende Heft.

Hier kann man hereinhören ins Interview:

Das Cover ist dabei nicht umsonst ein Tonkrug: Es geht unter anderem um die archäologischen Funde, die bei den Bauarbeiten für den Castroper Marktplatz gemacht wurden. Archäologin Kerstin Lehmann, die hier die Ausgrabungen leitete, schrieb einen Beitrag mit einer recht provokanten These: "Sie hat die Geschichte Castrop-Rauxels ein bisschen neu geschrieben", sagt Jasper. Der Titel des Aufsatzes: "War Castrop-Rauxel wirklich so unbedeutend im Mittelalter und der Frühen Neuzeit?" Es gibt Thesen, die sie darin zu widerlegen versucht - und sie gibt darin ein paar Denkanstöße.

Ansonsten ist es ein breites Portfolio an Beiträgen: Einige beschäftigen sich 150 Jahre nach dem Beginn der Kohleförderung mit der Industrie- und Zechengeschichte der Stadt. Ulrike Mühle beleuchtet Mulvany - "unter einem ganz anderen Licht", so Jasper; unter anderem in einem neuen Beitrag über die Hindernis-Rennbahn von Castrop-Rauxel. Es geht auch um das Ende der Zechengeschichte vor Ort: Dr. Josef Brandt schrieb über die letzten Besitzer von Zeche Erin und Graf Schwerin, den Eschweiler Bergwerks-Verein aus dem Aachener Kohlerevier.

Auch aktuelle Beiträge: Das Widumer-Tor-ProjektWinfried Kurrath setzte sich mit einem aktuellen Thema auseinander: dem Widumer-Tor-Projekt. Dr. Sebastian Weitkamp widmet sich in einem Beitrag der Frage, wer Valentin Schwan war: ein ehemaliger KPD-Funktionär aus Castrop-Rauxel der in ein Konzentrationslager kam und ein Buch unter Pseudonym schrieb. Dass er es war, wurde erst im vergangenen Jahr aufgedeckt.

In einem weiteren Beitrag geht es um nicht verwirklichte Eisenbahnprojekte in Castrop-Rauxel. "Ein gern gelesenes Thema von Martin Lochert mit einer großen Fangemeinde", so Jasper. Es geht unter anderem um die Frage, warum Deininghausen nie einen Bahnhof bekam. Michael Fritsch steuerte einen Beitrag mit besonderen Aufnahmen über die Schmiede Klonder.

Das Jahr 2017 in Kurzform: Chronik im Anhang

"Es ist ein bunter Strauß an Beiträgen, gut bebildert und gesetzt", meint Jasper. Die Beiträge sind ehrenamtlich verfasst. Sie sind angenehm und unterhaltsam zu lesen. Mit-Herausgeber Klaus Michael Lehmann sagt: "Wer sich für die Geschichte dieser Stadt interessiert, der kommt an diesem Heft nicht vorbei - und das seit mehr als 60 Jahren."

Und als Anhang gibt es wie in jedem Heft eine Chronik des abgelaufenen Jahres.

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