Sturmtief

Sturm "Eberhard" deckt einige Dächer in Castrop-Rauxel ab

Stromausfälle, lahmgelegter Zugverkehr und jede Menge Sachschaden: Nach Sturmtief "Dragi" wütete "Eberhard" noch mehr. Auch in Castrop-Rauxel hinterließ er erheblichen Schaden.

Sturmtief "Dragi" hatte es am Samstag noch relativ gut gemeint mit Castrop-Rauxel und die Stadt weitgehend verschont. Sturmtief "Eberhard" hingegen bescherte der Feuerwehr einen arbeitsintensiven Sonntag.

Nachdem die Feuerwehr am Samstag bei Sturm Dragi etwa sieben Mal ausrücken musste, gab es in der heißen Phase am Sonntag etwa 30 Einsätze für die Feuerwehr. "Los ging es um 15.30 Uhr", sagt Feuerwehrsprecher Michael Meissner auf Anfrage der Redaktion. "Bis 18 Uhr hat uns Sturm Eberhard dann auch bei Laune gehalten."

Menschen kamen in Castrop-Rauxel nicht zu Schaden

Mit Windstärke 12 fegte das Sturmtief über Nordrhein-Westfalen. Der Deutsche Wetterdienst hatte zeitweise wegen der Gefahr orkanartiger Böen die zweithöchste Unwetterwarnstufe herausgegeben. Menschen sollten sich nicht im Freien aufhalten, mahnten die Meteorologen. Und daran hielten sich die Castrop-Rauxeler anscheinend, denn Personen kamen bei dem Sturm am Sonntag nicht zu Schaden.

Dafür aber jede Menge Häuser und Bäume. "Die meisten Einsätze betrafen heruntergefallene Dachziegel, umgekippte Bäume und Zäune", so Meissner. Aber auch ein Dixi-Klo an einer Baustelle hatte der Sturm erwischt und umgekippt.

Am Kindergarten Mikado an der Bodelschwingher Straße auf Schwerin sind einige Dachziegel an mehreren Seiten des Gebäudes heruntergekommen. Der Kindergartenbetrieb konnte am Montag aber normal weiterlaufen, weil zumindest ein Eingang der Kita benutzbar war. Ein Dachdecker war schon am Vormittag im Einsatz, um den Schaden zu beheben. "Wir hoffen, dass wir die anderen Eingänge am Nachmittag auch wieder benutzen können", sagt Claudia Berg.

Alle fünf freiwilligen Löschzüge und die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Der EUV hat sie mit unterstützt und zum Beispiel einen umgestürzten Baum entfernt. "Größere Arbeiten stehen nach dem Sturm nicht für uns an", sagte EUV-Sprecherin Sabine Latterner.

Eine der Hauptverkehrsadern der Stadt war abgeschnitten

Spektakulär auch der Einsatz für die Feuerwehr gegen 15.30 Uhr an der Herz-Jesu-Kirche in Rauxel. Dort hatte Sturm Eberhard Teile der Kirchturmspitze erfasst und weggeweht. Die Bahnhofstraße war zwischen Schulstraße und Victorstraße bis Montagvormittag gesperrt. Eine der Hauptverkehrsadern der Stadt war so abgeschnitten.

Am Montag wurde der Turm mit einem Autokran gesichert. Bis zur Reparatur wird es wohl noch eine Weile dauern, obwohl es schönes grünes Licht aus Paderborn dafür gab. Der Turm ist schwer zugänglich. Wahrscheinlich muss er komplett eingerüstet werden. Heruntergefallen waren Kupferbleche, doch jetzt muss die Unterkonstruktion noch unter die Lupe genommen werden. Der vergoldete Hahn, der auf der Spitze thronte, wurde beim Sturm verbogen. Er wurde zur Sicherheit vom Turm genommen. Der Kirchenbetrieb kann normal weitergehen.

Im Wildgehege verhagelte der Sturm Marianne Scheer einen guten Wochenstart. Dort war eine Birke umgekippt, die gleich drei Zaunelemente so beschädigt hat, dass sie ausgetauscht werden müssen. Den Pfauen gefiel das allerdings, sie begutachteten den umgestürzten Baum sofort. "Wir sind gerade dabei, den Zaun freizusägen, damit wir die Elemente austauschen können", sagte Marianne Scheer am Montagmittag. Die Tiere konnten aber alle im Gehege bleiben.

Am Montagmorgen hatte sich die Lage dann schon wieder beruhigt. "Es gab noch einen Einsatz wegen loser Dachpfannen an der Wartburgstraße, aber das war's", sagte Michael Meissner.

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