Trommel-Workshop

Förderschüler der Hans-Christian-Andersen-Schule haben den Rhythmus im Blut

Mathe oder Deutsch lernt jeder. Aber in der Förderschule in Deininghausen steht auch Trommeln auf dem Stundenplan. Kinder und Lehrer sind begeistert - und der Lerneffekt ist vielschichtig.

Die Hans-Christian-Andersen-Schule hat Rhythmus im Blut. Spätestens seit dem vergangenen Sommer. So lange läuft nämlich bereits ein Trommel-Workshop für die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe S3, der dank einer Spende von 2000 Euro durch das Lensing Hilfswerk auf den Weg gebracht wurde. Und die Kids hauen voller Begeisterung auf die Pauke. Oder besser gesagt: die afrikanischen Trommeln.

Trommel-Coach aus Ghana vermittelt jede Menge Spaß

Trommeln, sprechen, singen, Akrobatik und Breakdance - das alles übt der 41-jährige Trommel-Coach Famous Doe aus Ghana mit den Kindern ein. Die Schüler der Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprachförderung haben jede Menge Spaß. Jason (8) gefallen die Trommel-Einheiten am besten, "der Breakdance ist am schwersten", findet er. Rafael (9) hingegen findet gerade die Tanzelemente am besten. "Weil es cool ist", sagt er.

Doch Spaß und Freude sind nicht die einzigen positiven Effekte - die Kinder lernen auch unheimlich viel bei der Trommel-Stunde, die jeden Freitag in zwei Gruppen stattfindet: "Sprach- und Rhythmusgefühl, Konzentration, Gruppenzusammenhalt und Motorik", zählt Konrektorin Silke Fuckner die Dinge auf, die durch den Unterricht gefördert werden. "Die Kinder trauen sich was und kommen richtig aus sich heraus."

Motivation und Selbstvertrauen werden groß geschrieben

Das liegt zum großen Teil an Trommel-Coach Doe. Denn auch Motivation und Selbstvertrauen schreibt der Ghanaer ganz groß. "Ihr müsst immer denken ,Ich schaffe das!' - dann schafft ihr das auch", spricht er den Kids, die sich mit den Breakdance-Figuren schwertun, Mut zu.

Auch Schulleitung Rosie Uysal ist begeistert - und würde das Projekt im kommenden Schuljahr gerne fortführen. Doch dazu mangelt es noch an einem: Geld. "400 Euro benötigen wir noch, um den Eigenanteil stemmen zu können", sagt sie. 610 Euro muss die Schule zusammenbekommen. Die restlichen 80 Prozent bezuschusst das Land NRW im Zuge des Förderprogramms "Kultur und Schule" - wenn die Schule das Geld bis März zusammenbekommt und der Förderantrag genehmigt wird.

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