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Weiter im Blickpunkt der politischen Diskussion: der Kulturplatz Leo.

Maßnahmenpaket erarbeiten

"Runder Tisch" für Castroper Leo-Platz gefordert

CASTROP - In der Diskussion um den Castroper Kulturplatz Leo stellt die CDU nun ihren Antrag für die kommende Sitzung des Betriebsausschusses vor. Sie fordert einen "Runden Tisch", bei dem ein Paket von Einzelmaßnahmen zusammengestellt werden soll, um die Probleme des Platzes auszumerzen.

Wie der Vorsitzende der CDU Castrop-Süd, Michael Schneider, schreibt, habe sich bei der Diskussion vor Ort „herauskristallisiert, dass das grundsätzliche Problem mit Vandalismus, Kriminalität, Lärmbelästigung und Verunreinigungen bereits seit langer Zeit besteht.“ Er habe sich durch die Schaffung des Platzcharakters in jüngerer Vergangenheit aber noch drastisch verschärft.

Man sehe eine Lösung des Problems nur in einer gleichzeitigen und aufeinander abgestimmten Ergreifung mehrerer Einzelmaßnahmen. Zu diesem Schluss sei man beim Ortstermin gekommen, bei dem man einen eigenen Antrag an den Rat angekündigt habe.

Jugendlichen sollen Alternativen und Perspektiven geboten werden

Daher reagiere die CDU auch mit Verwunderung auf den Leserbrief von Klaus-Dieter Wagner. „Uns ist schon klar, dass man derartige Probleme nicht plump mit der Keule lösen kann. Herr Wagner war bei dem Ortstermin persönlich anwesend. Es grenzt schon an Frechheit, die wesentlichen Essenzen dieser Veranstaltung auszublenden und das Gegenteil zu behaupten“, so Schneider.

Der Antrag der CDU-Fraktion sieht vor, dass ein „Runder Tisch“ gebildet werden soll. In diesem Gremium soll man sich auf verschiedene Maßnahmen verständigen.

Unter anderem sollen folgende Punkte berücksichtigt werden:

  1. Einsatz von Ordnungsverfügungen
  2. Einschränkung der Parkmöglichkeiten am Wochenende im Bereich des Schulgeländes zur Vermeidung von Beschallungen durch Auto-Musikanlagen
  3. Erstellung eines pädagogischen Gesamtkonzepts der Jugendarbeit, um Jugendlichen Alternativen und Perspektiven aufzuzeigen
  4. Präventive Schwerpunktüberprüfungen von Polizei und Ordnungsamt
  5. Aufstellung eines Kulturellen Programms zur Reaktivierung der Zweckbestimmung des Platzes
  6. Aufstellung eines Kulturprogramms für junge Menschen, Bewerbung des Platzes für externe Veranstaltungen
  7. Aufstellung eines Beleuchtungskonzeptes zur Attraktivitätssteigerung des Platzes und Steigerung des Sicherheitsgefühls
  8. Entwicklung eines EUV-Konzeptes zur Vermeidung intensiver Verunreinigungen des Platzes (unverwüstliche Mülleimer)

Zudem wäre aus Sicht der CDU ein von Polizei und Ordnungsamt abgestimmtes Notfallkonzept wünschenswert, das an Tagen intensiver Belästigungen zum Tragen käme.

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