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Das Foto zeigt die ermordete Dortmunder Schülerin Nicole-Denise Schalla.

Mordprozess um die Schülerin Nicola-Denise Schalla

Angeklagter Ralf H. muss in U-Haft bleiben

Immer neue Anträge der Verteidiger: Warum das Verfahren vor dem Dortmunder Schwurgericht zur unendlichen Geschichte wird.  

Im Prozess um den Mord an der Dortmunder Schülerin Nicole-Denise Schalla wollte der Angeklagte Ralf H. aus der U-Haft entlassen werden. Die Richter erteilten seinem Wunsch jedoch am Mittwoch eine deutliche Absage.

Juristischer Streit um die DNA-Entnahme

Am Montag hatten die Verteidiger Christian Dreier und Gencer Demir beantragt, ihren Mandanten vorzeitig zu entlassen, weil alle belastenden Indizien ihrer Ansicht nach nicht verwertet werden dürften. Die Anwälte halten vor allem den Umstand, dass Ralf H. im März 1999 DNA entnommen wurde, um sie in einer Straftäter-Datei zu speichern, für rechtswidrig. Und weil das so sei, dürfe auch die Tatsache, dass an der Leiche der Schülerin aus dem Jungferntal Genmaterial des Castrop-Rauxelers gesichert wurde, in diesem Verfahren nicht berücksichtigt werden.

"Dringender Tatverdacht" bleibt bestehen

Das Dortmunder Schwurgericht ist jedoch ganz anderer Ansicht. Bei der Entscheidung zur DNA-Entnahme sei alles mit rechten Dingen zugegangen, entschieden die Richter am Mittwoch. Damit bestehe kein sogenanntes „Beweisverwertungsverbot“ und deshalb bleibe der „dringende Tatverdacht“ gegen Ralf H. in der Welt. Eine Fortsetzung der Untersuchungshaft sei auch nach fast anderthalb Jahren immer noch akzeptabel, weil dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe drohe.

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