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Bei Bratwürstchen und Glühwein wurde am Samstag am Mühlenteich über die Zukunft des Teiches in Frohlinde diskutiert. Das soll aber nur den Anfang gewesen sein, die Planungen fangen jetzt erst an.

Neue Initiative

Frohlinder Bürger wollen den Mühlenteich retten

FROHLINDE - „Rettet den Mühlenteich“: Die gleichnamige Bürgerinitiative hat dazu aufgerufen, Ideen für die Zukunft des Dorfteiches zu sammeln. Fast 40 Nachbarn kamen der Aufforderung nach und trafen sich am Samstag am Rande des Gewässers. Bei frostiger Kälte wurde diskutiert, wie es mit dem Gewässer weitergehen soll - eine Zusage vom EUV macht dabei Hoffnung.

Bürgerinitiative-Chef Guido Osterwald suchte das Gespräch mit den Naturfreunden. Mit Blick auf den zugefrorenen Teich erläuterte er die Ist-Situation: „Unter der glänzenden Eisfläche befindet sich augenblicklich nur Sand und dicker Schlamm“, berichtete er.

Ein Schaubild zeigte das gesamte Areal des Mühlenteiches. Daneben Osterwald einen robusten Metallbriefkasten aufgestellt. „Hier sammeln wir alle Anregungen, die Bürger für die Zukunft ihres Teiches machen möchten“, schlug er vor.

Zwei Bäche führen Wasser in den Mühlenteich

Damit der Mühlenteich überhaupt eine Zukunft hat, wird er im nächsten Jahr mit schwerem Gerät ausgebaggert. Im Zuge der Sanierung der Brandheide in Merklinde sei dies möglich geworden. „Die Zusage haben wir vom EUV erhalten“, sagte Osterwald.

Warum die Bürger sich so für ihren Teich einsetzen, liegt auf der Hand. Vom Golfplatz und von der Brandheide führen zwei Bäche ihr Wasser in den Teich. Er dient also dem aktiven Hochwasserschutz und als Oase und Treffpunkt für die Bürger zugleich. Warum der Teich immer wieder versandet, liege daran, dass das fließende Wasser Äste, Laub und Morast anspüle.

Vier Wochen Zeit für zukunftsträchtige Vorschläge

In Zukunft wolle man mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass der Teich sauber bleibt. „Vielleicht ist es ja möglich, dass zwei gegenüberliegende Rampen in den Teich führen. Dann könnten wir bei Bedarf den Schlamm herauskarren“, so eine Überlegung Osterwalds.

Weitere Ideen für die Umgestaltung und den Erhalt des Mühlenteiches sammelt die Bürgerinitiative in dem Briefkasten, der ab sofort neben der Schautafel angebracht ist. „In vier Wochen werten wir die Ergebnisse dann aus“, so Osterwald. Wie es dann weitergeht, will man am 21. Februar um 19 Uhr im Haus Ratte überlegen. Im März folgt eine Bürgerwerkstatt zusammen mit dem EUV und Vertretern der Stadtverwaltung.

Mitglieder wollen Lebensraum für wilde Tiere erhalten

„Uns ist es wichtig, dass der Naturschutz nicht zu kurz kommt“, sagten Norbert Tempel und Ingrid Täsemeyer am Samstag. Das Paar wohnt seit 21 Jahren in der alten Mühle, die von 1830 bis 1970 in Betrieb war. Der alte Mühlstein befindet sich noch immer in ihrem Haus.

Enten, Kormorane, Nil- und Graugänse und sogar Eisvögel fühlen sich am Mühlenteich zu Hause. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind die Mitglieder der Bürgerinitiative bereit, kräftig mit anzupacken.

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