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In diesem Garten in Castrop-Rauxel wurde ein riesiges Hakenkreuz in den Rasen gemäht.

Acht mal acht Meter groß

Riesiges Hakenkreuz in Castroper Garten gemäht

CASTROP - Ein acht mal acht Meter großes Hakenkreuz haben Anwohner am Heisterkamp am Samstag auf dem Rasen ihres Gemeinschaftsgartens entdeckt, das berichtete die Polizei am Montag. Wer es in den Rasen gemäht hat, ist bislang noch nicht bekannt. Nun ermittelt der Staatsschutz.

„Von so etwas habe ich bislang noch nie gehört“, sagt Polizeisprecher Michael Pillipp auf Anfrage dieser Redaktion. Mit Graffiti und Schmierereien von verfassungswidrigen Symbolen habe es die Polizei immer wieder zu tun, doch ein solcher Fall sei neu.

Der betroffene Gemeinschaftsgarten gehört zu den Häusern am Heisterkamp 7 und 9, die sich am Ende der Straße befinden und durch Bäume von der A42 getrennt werden. Einblick auf die Fläche haben also nahezu nur die Anwohner – und genau denen fiel das Symbol am Samstag auf. Erst mit einem Blick von oben herab sei das Muster richtig erkenntlich gewesen.

Anwohner mähten das Hakenkreuz weg

Wie lang das Hakenkreuz schon auf dem Rasen war, ist unklar. „Mittlerweile ist es aber wieder weg“, sagt Pilipp. Die Bewohner hätten schnell gehandelt und Symbol sofort nach Eintreffen der Polizei weggemäht. Wer für das Hakenkreuz verantwortlich ist, ermittele der Staatsschutz zurzeit. Ob es einer Anwohner selbst war oder ein Fremder, sei derzeit reine Mutmaßung, so der Polizeisprecher weiter. Dem Täter droht eine Anzeige wegen „Verwendung verfassungswidriger Symbole“.

Klar sei hingegen, dass es sich bei der Gegend rund um den Heisterkamp um keinen „rechtsradikalen Schwerpunkt“ handele, betont Pilipp. Ähnliche Fälle habe es dort bislang nicht gegeben.

Polizei sucht Hinweise

Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt? Hinweise nimmt die Polizei entgegen unter (0800) 2361111.

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