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Viel zu tun: So sieht es an der Ditib-Moschee Mevlana auf Schwerin aus.

Umbauten und neue Moschee

Das tut sich bei der Ditib-Gemeinde auf Schwerin

SCHWERIN - Eine Moschee ist an der Dortmunder Straße in Castrop-Rauxel noch nicht in Sicht, doch in den Räumen der Ditib-Mevlana-Gemeinde in Schwerin sind die Arbeiten im vollen Gange. Noch in diesem Jahr sollen die beiden Gebäude bezugsfertig sein, in denen früher die Balo-Verwaltung saß.

„Im Moment ist das eine riesige Baustelle“, sagt Kubilay Corbaci vom Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde. „Hier draußen, aber auch im Inneren.“ Bis Ende 2017 soll das ganz anders aussehen: Religionsunterricht, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse, Seminare und Versammlungen sollen dann auf den knapp 600 Quadratmetern an der Dortmunder Straße stattfinden.

Einen Umbau des Bürogebäudes in eine Moschee und ein Kulturzentrum hat die Stadt bereits Mitte 2016 genehmigt, bestätigt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage dieser Redaktion. „Dann konnten wir loslegen“, sagt Corbaci. Und das ist nicht zu übersehen. Der Boden ist abgetragen, damit eine Fußbodenheizung verlegt werden kann, das löchrige Flachdach wurde repariert, aber auch die Aufteilung der Räume hat sich seit Baubeginn stark verändert.

„An einigen Stellen haben wir Wände einreißen lassen und woanders neue hochgezogen, um die Einteilung unseren Bedürfnissen anzupassen“, so Corbaci. Dazu gehört auch die eingerissene Frontseite in Richtung Kreisverkehr, die noch mit einer Plane abgedeckt ist. Hier soll eine große Glasfassade für ein offenes Gefühl sorgen. „Wir wollen den Leuten einen Eindruck vermitteln, was hinter den Fassaden passiert und damit mögliche Vorurteile abbauen.“

Moschee-Bau: Gemeinde wartet auf Architekten-Entwürfe

Während die beiden Gebäude bis Jahresende bezogen werden können, ist der Weg zum Bau einer Moschee noch ein weit. Aktuell warten die Gemeindemitglieder auf die Entwürfe eines Architekten.

Ein Zeitfenster für den Baubeginn sei noch nicht absehbar. Klar ist aber, dass die Gemeinde bis zur Fertigstellung der Moschee den Standort an der Bodelschwingher Straße parallel nutzt.

Platzte der bislang aus allen Nähten, sollen dort zukünftig nur noch Gebete stattfinden. Alle weiteren Angebote können Interessierte bald an der Dortmunder Straße finden. „Die Anforderungen der Gemeinde haben sich über die Jahre geändert“, sagt Corbaci. Heute ginge es nicht mehr nur um den Gottesdienst, sondern auch um Freizeitgestaltung rund um die Gemeinde. Deshalb sei ein Umzug mit all seinen Schwierigkeiten auch für die Gemeindemitglieder die Ideallösung.

Zahlen zur Ditib-Mevlana-Gemeinde

  1. 250 zahlende Mitglieder hat die Mevlana-Gemeinde.
  2. Mit einem angemieteten Tante-Emma-Laden an der Bodelschwingher Straße hat 1979 alles begonnen.
  3. Dort gibt es eine Teeküche und eine Gebetsfläche für 120 Gläubige.
  4. 250.000 Euro hat die Gemeinde für das Grundstück gezahlt.
  5. Eine staatliche Förderung erhält die Gemeinde für den Bau nicht.

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